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Weitere Ergänzungen folgen
demnächst.
Didaktischer Kommentar:
Das
Problem „Aggression im Sport“ könnte man im
Unterricht gezielt dann aufgreifen, wenn es von
Schülern direkt erlebt und wahrgenommen wird. Häufig
taucht es in großen Spielen auf, findet sich
allerdings auch in anderen Sportarten.
Anlass könnte die Beobachtung sein, dass in einer
Lerngruppe Aggressionen deutlich werden, die nicht
nur situativ angesprochen, sondern auch systematisch
reflektiert werden sollten. In Lerngruppen, in denen
keine Aggressionen erkennbar sind, erübrigt sich die
Auseinandersetzung mit diesem Thema möglicherweise.
Keinesfalls aber erscheint es sinnvoll, bewusst
Situationen herbeizuführen, in denen Aggressionen
provoziert werden.
Ausgangspunkt der Reflexion sollte jeweils das
sportliche Handeln der Schüler im Unterricht sein.
Genauso gut kann man aber auch mit den Abbildungen
oder mit einem aktuellem Beispiel aus der
Medienberichterstattung einsteigen. Es geht darum,
den Schülern zu verdeutlichen, was man unter
Aggression im Sport versteht, wie sie entsteht, wie
man sie erkennen und vermeiden kann, bzw. wie man
damit umgehen sollte.
Es
empfiehlt sich, zu diesem Thema in einer Reihe von
aufeinander folgenden Stunden Unterrichtsphasen
einzuplanen, in denen gegebenenfalls das eigene
sportliche Handeln unter diesem besonderen Aspekt
reflektiert wird. Daneben könnte man zur Klärung der
Zusammenhänge auf die im Buch angebotenen
Möglichkeiten zurückgreifen. Die gewonnenen
Einsichten sollten allerdings auch Relevanz für das
weitere sportliche Handeln der Schüler besitzen. Um
sie für verantwortlichen Umgang mit eigenen und
fremden Aggressionen zu sensibilisieren, sollten
Verhaltensstrategien vermittelt und positive Ansätze
der Schüler frühzeitig verstärkt werden..
Sportunterricht, der das Problem von Aggression und
Gewalt im Sport pädagogisch verantwortlich
aufgreift, sollte durch folgende Aspekte geprägt
sein:
Ursachen eruieren - erzieherische Maßnahmen
einleiten.
Vorbildfunktion des Lehrers
Lehrer, die selbst gegen vorgegebene Normen
verstoßen, geben ein schlechtes Beispiel.
Vertrauen der Schüler gewinnen!
Lehrer ist Garant für die Gültigkeit und
Beachtung der Regeln.
Für die vorhandenen Regeln eintreten und danach
handeln.
Bemühen, dass seine Schüler ihn als gerecht
wahrnehmen.
Schüler-Lehrer-Verhältnis demokratisch gestalten:
Die Normen, die die unterrichtliche Zusammenarbeit
und das sportliche Mit- und Gegeneinander regeln
sollen, gemeinsam erstellen.
Die besonderen Möglichkeiten hinsichtlich des
Erfahrens, Begreifens und Wissens um die Bedeutung
von Regeln ausschöpfen.
Schüler sollen schon früh Erfahrungen und
Einsichten in die Funktion, in die
Konstruktionskriterien, aber auch in die
Veränderbarkeit von Regeln an Beispielen aus dem
Sport gewinnen.
Die Schüler müssen selbst zu einer Einhaltung und
Durchsetzung der gemeinsamen Regeln geführt, sprich:
erzogen werden.
Traditionelle Regeln des Sports neu beleben
Im Sport hat es sich bewährt, wenn Regelverstöße
konsequent geahndet und angestrebte Vorteile nicht
gewährt werden
Im Sportunterricht muss Regelanpassung, mit der
gleichzeitig eine Leistungsanpassung verbunden ist,
geradezu zum didaktischen Prinzip gemacht und in den
Prozess des sportlichen Handelns im Rahmen des
Schulsports eingeplant werden.
Bei Wettkämpfen im Rahmen des Schulsports die
gültigen Regeln jeweils neu bestimmen und
vereinbaren. Keine unreflektierte Übernahme der im
institutionalisierten Sport gültigen Regeln.
Das Mit- und Gegeneinander sollte behutsam und
reflektiert gelenkt werden,
z.B. die Mannschaften immer wieder nach anderen
Kriterien zusammenstellen
Der Schulsport wird sich auf ethische Werte besinnen
müssen, die pädagogisch verantwortbar und
gesellschaftlich konsensfähig sind.
Beim Spiel und Wettkampf wieder den Prozess, nicht
das Ergebnis - Sieg oder Niederlage - in den
Mittelpunkt von Unterricht rücken.
Die Entstehung und die Entwicklung von Aggressionen
sorgfältig beobachten.
Schülern bewusst machen, dass die Beurteilung
unseres eigenen und fremden Verhaltens in hohem Maße
von der Wahrnehmung dessen, der eine Handlung
interpretiert, bestimmt wird.
Schüler sollen die Perspektive des anderen verstehen
und lernen, sich in ihrem Handeln auch darauf
einzustellen.
Situationen, die von den Beteiligten selbst nicht
gelöst werden können, mit Unterstützung des Lehrers
bewältigt werden. Hier muss die Maxime gelten, dass
derartige Konflikte zunächst zu lösen sind, bevor
sportliches Handeln sinnvoll und pädagogisch
verantwortbar stattfinden kann.
Lehrer und Schüler müssen gemeinsam die relevanten
Kriterien für eine Beurteilung selbst entwickelt.
Transparenz der Notengebung!
Möglichkeiten der Differenzierung und
Individualisierung der Maßstäbe konsequent nutzen.
Anleiten, zur kritischen Selbsteinschätzung. und
wie man mit Enttäuschungen umgehen kann
Bewusst machen, dass die eigenen Grenzen kein Grund
sind, das eigene Selbstverständnis und
Selbstbewusstsein in Frage zu stellen.
Vielseitigkeit nicht zunehmender Dilettantismus,
die Schülern eine wachsende Vielfalt bietet und
dabei auf Kontinuität und methodische Strukturierung
der Lernprozesse achtet.
Schüler am Schluss der Stunde nicht mit diesen
unbewältigten Problemen entlassen.
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Für Schüler kommt es darauf an
zu lernen, dass Aggressionen beherrschbar sind
und dass es eine Form von Kultur und sozialer
Kompetenz ist, mit den eigenen Aggressionen in
sozialer Verantwortung umzugehen. |
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